
Charlotte Hug [Viola]
John Edwards [Bass]
Statt Vulkanausbruch im Frühjahr sorgten im Dezember Schneestürme für Aufregung. Phil Wachsmann und Marcio Mattos mussten nach Stunden Wartezeit am Londoner Flughafen wieder nach Hause fahren.
Aus dem Stellari String Quartet wurde so das Stellari Snow Duo. Das Münchner Publikum war begeistert.
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Peter Evans [Posaune]
Okkyung Lee [Cello]
Seit dem herausragenden Auftritt des Duos auf dem letztjährigen „music unlimited“ Festival im österreichischen Wels war die Wiederkehr des Powertrompeters Peter Evans nach München beschlossene Sache. Im Duo mit der koreanisch-stämmigen Okkyung Lee kommt jedoch auch seine filigrane Seite zur Geltung.
Okkyung Lees Cello wiederum hat wesentlich mehr von der Rastlosigkeit New Yorks als der fernöstlichen Traditionen. Lee beherrscht ihr Instrument nach Belieben und zeigt sich als kongenialer Improvisationspartner im besten Sinne. Die Gegensätzlichkeit ihrer zahllosen musikalischen Kontakte belegt dies: Laurie Anderson, Derek Bailey, John Butcher, Fred Frith, Butch Morris, Leo Smith, John Zorn sind nur einige zufällige Namen.
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Frank Gratkowski [Saxofon, Klarinetten]
Sebastian Gramss [Bass]
Tatsuya Nakatani [Schlagzeug, Perkussion]
Und wieder kommt ein alter Bekannter zu den Offenen Ohren: Frank Gratkowski spielte bereits im Duo mit Sebi Tramontana in der Seidlvilla, und wurde auch bereits von der Unterfahrt zu ad hoc music verpflichtet.
„OirTriO“ ist der palindromische Titel der Formation, dem außerdem der japanische Soundarchitekt Tatsuya Nakatani sowie der deutsche Bassist Sebastian Gramss angehört. Gramss ist ein Meister der vollen und dunklen Klangfarben mit excellenter Arcotechnik. Und Nakatani lediglich als Schlagzeuger zu bezeichnen, grenzt an Blasphemie – seinem Instrumentarium entlockt er ebenso Klanggewitter wie monumentale Stille.
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Pierre-Yves Martel [preparierte Viola da Gamba, Lautsprecher und Kontaktmikrofone]
Philippe Lauzier [Bassklarinette, Sax]
Erstmals in München zu hören sind Pierre-Yves Martel und Philippe Lauzier, zwei Vertreter der kanadischen Improszene. Es ist ein außergewöhnliches Duo, das die Offenen Ohren in die t-u-b-e holen, das sich konsequent jeglicher Kategorisierung entzieht, sei es durch die ungewöhnliche Instrumentierung, der konzentrierten Musikalität jenseits jeder musikalischer Norm, oder ganz einfach auch ihrer Namensgebung.
Und so beschreibt sich „Sainct Laurens“ selbst:
Silence.
Sparse, soft feedback,
Undulating rhythms, rippling.
Continuous sounds, trusting one another
Into complex textures, developing slowly, minimally,
Precisely.
[Un]prepared sounds, old and new.
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Wilbert de Joode [Bass]
Wolter Wierbos [Posaune]
Wilbert deJoode war bereits beim ersten Konzert des Offene Ohren e.V. dabei. Damals zusammen mit John Butcher und Martin Blume; diesmal bringt er mit Wolter Wierbos einen hier selten zu hörenden Landsmann mit.
Das Programm ist so ungewöhnlich wie faszinierend: Jeder der beiden beginnt mit einem Solo-Set, und danach schließt sich noch ein Duo an. Wilbert deJoode über die Musik: eigen, besonders, fremd, seltsam, sonderbar, ungewöhnlich, merkwürdig, kurios, eigentümlich, eigenartig, wunderlich, absonderlich, bizarr, fremdartig, extravagant, außergewöhnlich, außerordentlich, extrem, exzentrisch...
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t-u-b-e Klanggalerie
Katsura Yamauchi (Solo Saxofon)
Yamauchis Stil vereint neue experimentelle Klänge der aktuellen Tokioter Szene mit meditativen, naturbezogenen und traditionell-japanischen Shakuhachi-Elementen. Seine Musik ist gleichzeitig Herausforderung und Leichtigkeit, unklassifizierbar, einfach und klar.
Katsuras Salmosax Projekt baut auf betitelten, einfachen Grundstrukturen auf, die sich jedoch unmerklich verändern und ein schillernd-oszillierendes Eigenleben entwickeln. So schien der lang angehaltene erste Ton einer der Sequenzen urplötzlich zu explodieren und in Obertonsplitter zu zerbersten, von denen sich jeder für sich in einen "akustischer Sternwerfer" verwandelte.
Die Zuhörer konnten erleben, wie mit einfachsten Mitteln ein Klangfeuerwerk entfesselt werden kann - spezieller Dank hier auch an Robi und seine einfühlsame Mikrofonierung.
Kurzfristig angesetzt, war dieses Solokonzert letztlich weit mehr als ein Ersatz für das ursprünglich geplante Triokonzert, das wegen Tournee-/ Terminschwierigkeiten der Musiker leider abgesagt werden mußte. Es war ein gelungener Abschluss eines weiteren guten Frühjahrs-Jahrganges der Offene Ohren - Konzerte!
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Fabrice Charles (Posaune)
Lê Quan Ninh (Perkussion)
Michel Doneda (Sopransax)
Ein neuerliches Highlight aus der unerschöpflichen Fundgrube französischer Improvisatoren. 2009 war Michel Doneda erstmals bei uns zu Gast, diesmal bringt er mit Fabrice Charles einen Improvisator mit klassischem Hintergrund und mit Lê Quan Ninh einen der Großmeister der perkussiven Improvisation in die t-u-b-e.
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t-u-b-e Klanggalerie
John Russell (Leitung, Gitarre)
Cäsar Cechmann (Saxofone, Flöte),
Gunnar Geisse (E-Gitarre),
Udo Schindler (Klarinette, Bassklarinette),
Markus Heinze (Saxofone),
John Russell (Gitarre),
Rainald Schwarz (Stimme),
Michael Kurz (Cello),
Robert Lampis (Gitarre)
An zwei intensiven Workshop-Tagen Anfang Mai öffnete John Russell, der große englische Gitarren-Improvisator, den sieben ausgewählten Workshopteilnehmern neue Türen der Wahrnehmung, Interaktion und Musikalität.
Es waren durchwegs Könner ihres Fachs, die hier zusammentrafen. Trotzdem, oder gerade deswegen, entstanden unter der unmerklichen, leisen und präzise beobachtenden Leitung John Russells wie von selbst musikalische Kollektivstrukturen, unterbrochen von spontanen Duos oder Trios, und geplanten Ausflügen ins Chaos, das sich unversehens zu gemeinsamen Linien von Timbre, Timing, Intensität entwickelte.
Das Abschlusskonzert setzte einen grandiosen Schlusspunkt unter ein Wochenende, das allen Teilnehmern in positiver Erinnerung und Hoffnung auf eine Fortsetzung bleiben wird.
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Burkhard Stangl (Gitarre)
Kai Fagaschinski (Klarinette)
Meister der leisen, mikrotonalen Verschränkungen sind hier am Werk, die aber ebenso Klangwände aus Gitarren-Drones entstehen lassen können, nur um sie sofort mit schrillen Klarinettenstakkatos wieder einzureissen. Von Jimmy Giuffre bis Jimi Hendrix reicht die Palette, und vielleicht ist auch mal eine Folk-Ballade dabei.
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Phil Minton (Stimme, Leitung) & Workshop-Teilnehmer
Zwei Dutzend neugierige, sensible, einfallsreiche und mutige Feral-Choir-Workshopteilnehmer liesen sich auf das Wagnis ein, ihre Potentiale und Ideen dem zahlreich zum Eröffnungskonzert der LAUTWECHSEL-Tage der Münchner freien Musikszene erschienenen Publikum zu präsentieren - mit durchschlagenden Erfolg!
Vor den zunächst erstaunten, doch rasch begeisterten Zuhörern steigerte sich der Chor nach nur wenigen Stunden Workshop-Einstimmung in ein fulminantes und fesselndes Vokalerlebnis für alle Beteiligten.
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Kim Myhr [Gitarren, mech. Effekte]
Jim Denley [Saxofone, Flöten, Klarinetten]
Ein Zusammentreffen maximaler Gegensätze, so scheint diese Duokonstellation Jim Denley & Kim Myhr oberflächlich betrachtet zu sein. Zwei Generationen, zwei diametrale geografische Herkunftswelten treffen hier mit Saiten- und Blasinstrumenten aufeinander.
Und überraschenderweise: Das Resultat ist so homogen, melodisch, spielerisch, aufeinander eingehend, dass man versucht ist zu glauben, hier wurden durchstrukturierte Kompositionen erarbeitet. Nichts dergleichen.
Bei Liveauftritten wie auch auf ihrer im Frühjahr erschienenen ersten CD gibt es keine verbalen Konzepte, die die beiden Musiker vereinbaren. Demzufolge helfen auch Begriffe aus der Notierten Musik wie Ostinato, Melodie, Harmonie, Rhythmus, Takt hier nicht wirklich weiter - „I´m happier not knowing” sagt Denley zu solchen Erklärungsversuchen. „Tanz” ist vielleicht eher ein erklärender Begriff als „Sprache” für das, was hier geschieht: Weniger analytisches Sezieren als körperliche Gesamtheit macht dieses Duo aus.
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Gebhard Ullmann [Bassklarinette]
Jürgen Kupke [Klarinette]
Michael Thieke [Altklarinette, Klarinette]
Das wohl Augenfälligste an der Musik von Gebhard Ullmanns Clarinet Trio ist die Besetzung: Drei Klarinetten pur. Kein Streicher, kein Piano, kein Schlagzeug. Ein Trio im klassischen Sinn, ohne Zugeständnisse an Entertainment-Schnickschnack. Also auch keine Elektronik. Und ebenso keine billigen Appelle an Zeit'Geist', oder was sonst Stimmung macht.
Die Musik kommt ideenreich komponiert und sensibel improvisiert daher. Sie kann auch growlen, laut malen und melodisch swingen. Sie braucht keine special effects. Sie besticht durch Ideenreichtum und meisterliche Spieltechnik.
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Michael Vorfeld [Perkussion, Saiteninstrumente]
Chris Heenan [Altsaxofon, Kontrabass-Klarinette]
Jeremy Drake [Gitarre ]
Team Up ist ein elektroakustisches Trio von Jeremy Drake (Los Angeles), Chris Heenan (Berlin) und Michael Vorfeld (Berlin).
Nach einer Phase, in der Drake und Heenan unterschiedliche Perkussionisten (Brian Christopherson, Jerome Bryerton, Andreas Axelsson, Martin Blume, Tatsuya Nakatani) als Triopartner wählten ist Michael Vorfeld seit 2005 festes Mitglied des Teams. Dabei trägt er durch die Verbindung von Perkussions-Instrumenten und selbst entworfenen Saiten-Instrumenten maßgeblich zu der Klang-orientierten Ästhetik von Team Up bei.
Die Musik von Team Up lebt von der Durchdringung elektroakustischer und rein akustischer Klänge und changiert zwischen äußerst filigranen Klanggebilden und kraftvollen Klangwänden. In seinen Konzerten präsentiert sich das Trio als eindringlicher Live-Act, der seine Zuhörer in den Bann atmosphärisch dichter Texturen und Klangschichtungen zieht.
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Malcolm Goldstein [Violine]
Barre Phillips [Bass]
Das Zusammentreffen des Geigers Malcolm Goldstein mit dem Bassisten Barre Phillips war schon etwas Ungewöhnliches. Auf dem Densités Festival im französischen Metz entstand diese Duo-Konstellation umständehalber und eher zufällig. Aber dies war eine Initialzündung. Anderthalb Jahre später traf man sich wieder, um die erkannte musikalische Seelenverwandtschaft auf einer kleinen Tournee durch Südfrankreich zu vertiefen.
Beide sind US-Amerikaner, etwa im gleichen Alter, und beide lebten und arbeiteten in den 1960er Jahren in New York City (wo sie sich nie über den Weg liefen). Beide arbeiteten intensiv mit zeitgenössischem Tanz, und beide fanden damals zur freien Improvisationsmusik - Goldstein aus der zeitgenössischen Neuen Musik, Phillips über den Free Jazz. Und beide tauschten in den 70er Jahren die Metropole New York mit ländlicher Abgeschiedenheit, ohne Telefon, ohne Strom: Goldstein in Vermont / USA, Phillips in der französischen Provence.
Erstmals besteht nun hier in München eine rare neue Gelegenheit zur Erforschung dieser Parallelen!
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Wolfgang Schliemann [Schlagwerk]
Joachim Zoepf [Sopransaxofon, Bassklarinette]
Ulrich Phillipp [Bass]
Das Ensemble 2013 wurde im Jahre 2006 von Joachim Zoepf gegründet. Stilistisch bewegt es sich in der Neuen Improvisierten Musik. Die expressive Energie des free Jazz mit dem Klangreichtum der Neuen komponierten Musik verbindend, bildete sie sich in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts ein eigenständiges musikalisches Genre heraus.
Dem Ensemble 2013 gelingt die Gratwanderung zwischen diesen Polen immer wieder aufs Neue. Dieses Trio sucht die Herausforderung, auch in interdisziplinären Projekten, vor allem mit Tanz und Performance. Sympathisch dabei ist die Transparenz und Offenheit der Kommunikation untereinander und mit der immer neuen Konzertsituation. Zögern, Suchen, Euphorie, kindliche Spielfreude, Lust am Experiment auf der Basis langjähriger Vertrautheit und handwerklicher Meisterschaft vermittelt sich ungefiltert und spontan.
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John Butcher GB [Saxofone]
John Edwards GB [Bass]
Ein Klassiker.
John Butcher und John Edwards setzen die lange Tradition englischer Duo-Improvisation fort und erweitern sie in immer wieder überraschender Weise. Die "konventionelle" Besetzung - Bläser und Bassist - ließe normalerweise ein ebensolches Standardprogramm erwarten. Aber lassen Sie sich nicht täuschen! Hier sind zwei Meister ihres Improvisations-Faches zu Gange.
Von der ihnen selbstverständlichen Beherrschung der Instrumente ausgehend, erforschen sie permanent mit, an und um diese neue Klänge sowie überraschende Techniken und ungewohnte Effekte. Dabei ist manchmal gar nicht mehr auszumachen, welcher der Musiker welche Klänge und Geräusche erzeugt.
Noch weiter: Die beiden lieben es, "eben nicht" das zu tun, was der andere gerade erwartet: Oder, doppelt geblufft: dann "genau" das zu tun. Streckenweise erscheinen ihre Duoauftritte wie die Musik zweier Instrumente von einem gemeinsamen Gehirn gesteuert, gefolgt von Phasen, in denen die beiden sich scheinbar völlig ignorieren. Und auch der Zuhörer kann nie sicher sein, was er zu erwarten hat: zu unterschiedlich, zu breit gefächert sind die Ausdrucksmittel der beiden. Das Ergebnis kann minimalistisch strukturiertes, dichtes Soundgewebe oder kraftvoll-eruptiver Dialog sein. Ein Fest für Offene Ohren!
Wir können uns auf ein einzigartiges Konzerterlebnis freuen, da es dieses Duo zwar schon seit einem Jahrzehnt gibt, aber gar nicht so häufig zusammenfindet.
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Hannes Wienert [Sopransaxofon, Trumpax, Tubes, Sheng]
Sascha Demand [E-Gitarre]
Sirenen und Blüten - so heißt die jüngste CD Produktion der beiden Hamburger Künstler Sascha Demand, E-Gitarre, und Hannes Wienert, Sopransaxophon, Sheng, Trumpax und Schläuche. Die beiden konstruieren hier architektonische, fragile Klangwelten von introvertierter Intensität und pragmatischer Knappheit, minimal, nächtlich und mineralisch.
"eine schmirgelnd-eruptive Angelegenheit, die absonderliche Klänge produziert und überraschent vermengt. Hannes Wienert würgt und umschmiegt manchmal sanft, manchmal kraftvoll mit seinen Blasinstrumenten Sascha Demands Gitarre, was farbenfrohe Reibungen schafft." (Zipo, auf Abwegen)
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John Tilbury [Piano und Rezitation]
Offene Ohren e.V. präsentiert einen exklusiven Auftritt des Pianisten, Experimentatoren und herausragenden Interpreten Neuer Musik John Tilbury. Aus persönlichen Gründen wurde der Ablauf des Abends etwas angepasst und präzisiert.
Die musikalische Gedankenwelt von Cornelius Cardew (1936 - 1981) ist nach wie vor Teil der Präsentation. Das bestimmende Thema wird die Diskussion um notierte Musik gegenüber improvisierter Musik sein, erläutert und vertieft anhand von entsprechenden Live-Beispielen. John Tilbury wird hier seine ganz persönliche Haltung und Erkenntnis einbringen.
Ergänzend werden auch kurze musikalische und Video-Beispiele eingespielt, die die teilweise radikalen Standpunkte von Tilbury und seinen Zeitgenossen verdeutlichen.
Offene Ohren e.V. verlässt hier die reine Konzertpräsentation und macht den Versuch, auf einer Meta-Ebene die Gedanken und Philosophien von Improvisationskünstlern zu erhellen und zugänglich zu machen. Wir freuen uns außerordentlich, mit John Tilbury einen der großen Meister als Lehrer und Leiter bei uns zu haben!
Herzlich Willkommen zu einem erkenntnisreichen Abend!
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Nils Ostendorf [Trompete]
Michel Doneda [Bb-Sopransaxofon, C-Sopransaxofon]
Bei ihrem ersten Aufeinandertreffen auf einer Konzertbühne beim letztjährigen Moers Festival spürten Michel Doneda und Nils Ostendorf sofort eine enge musikalische Verbundenheit.
Das unmittelbare Spiel mit der Physikalität eines Blasinstruments als Generator von Geräuschen und Tönen, der farbenreiche Einsatz von Luftgeräuschen, Obertönen, perkussiven Anblastechniken oder Zirkularatmung, die Gratwanderung zwischen Unhörbarem und Unspielbarem lassen die beiden Instrumente zu einem organischen Klang verschmelzen, der pulsiert, sich zu einem polyphonen Geflecht aufbaut, im nächsten Moment in einer Schwebung erstarrt um dann in ein energiegeladenes Crescendo zu münden.
Der intuitive Umgang mit Dichte und Dynamik kombiniert mit dem bewussten Einsatz von Stille und Dauer resultieren in einer lebhaften, erfrischenden Musik, die den Zuhörer im erweiterten Sinne "berauschen" wird.
Wir waren begeistert!
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Gino Robair [Schlagzeug]
Laura Konjetzky [Piano]
Christoph Reiserer [Saxofon]
Jürgen Schneider [Percussion]
Fast schon Tradition ist, dass Offene Ohren e.V. im Frühjahr einen internationalen Gast zum musikalischen Dialog mit der Münchner Improvisations-Szene einlädt. Dieses Jahr freuen wir uns auf den Amerikaner Gino Robair. Er ist Schlagzeuger, Komponist und Sound Experimentator aus der San Francisco Bay Area. "Energized Surfaces" - mit diesem Begriff umschreibt er selbst seine Erweiterungen des konventionellen Drumkits als Resonator für verschiedenste andere Objekte. Robair improvisierte und komponierte zum Beispiel mit und für das ROVA Saxofonquartett, Anthony Braxton, Fred Frith, John Zorn und John Butcher.
Zusammen mit den Münchner Musikern Laura Konjetzky, Christoph Reiserer und Jürgen Schneider werden spannungsreiche Dialoge, Interaktionen, Soli und gemeinsames Erforschen musikalischen Territoriums zu erleben sein.
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