
Phil Minton [Stimme]
Thomas Lehn [Analog-Synthesizer]
Ute Wassermann [Stimme]
In seinem Projekt «speak easy» zeigt der Bochumer Schlagzeuger und Perkussionist Martin Blume – ursprünglich inspiriert durch die Bilder der Bochumer Ausstellung The Message. Das Medium als Künstler Kunst und Okkultismus – mit den beiden Ausnahmevokalisten Phil Minton und Ute Wassermann, zu welch magischen Momenten die Stimme in der zeitgenössischen Improvisationsmusik beitragen kann.
Der Schlagzeuger Martin Blume arbeitet seit Anfang der 80er Jahre im internationalen Kontext der Avantgarde von Jazz, Improvisierter und Neuer Musik. Sein Spiel wird bestimmt von einer filigranen Klangästhetik, deren treibendes Moment nicht nur die rhythmische Energie, sondern vor allem der Zusammenklang mit seinen Mitmusikern ist. In diesem Konzert konnte er kurzfristig leider nicht dabei sein. So trat die Gruppe - nicht weniger begeisternd - als Trio auf.
Phil Minton ist eine wahrhaft legendäre Musikerpersönlichkeit. Seit den frühen 60er Jahren zählt er zu den originellsten Vokalisten der zeitgenössischen Musik und hat sich dabei eine immense Spiel- und Experimentierfreude bewahrt. Präzise und volltönend vom authentischen Blues oder von einer Rossini-Arie in farbenprächtige Geräuschkollagen wechselnd, fesselt er sein Publikum und entführt in unerhörte Klangwelten.
Ute Wassermann kultiviert seit 1984 ihre eigenen außergewöhnlichen und vielstimmigen Vokaltechniken. Sie hat einen systematischen Katalog nach Klangfarben, Register und artikulativen Abläufen entwickelt.
Die Gruppe wird vervollständigt durch Thomas Lehn. Tief in seiner Herkunft als „klassischer“ Pianist verwurzelt, ist er einer der innovativsten und bekanntesten Musiker der elektronischen Musik. Selten erlebt man physische Unmittelbarkeit und überbordende Musikalität so hautnah.
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Michael Vatcher [Schlagzeug]
Joe Fonda [Bass und Stimme]
Xu Fengxia [Sanxian, Stimme]
Liedmaterial aus dem alten China bildet die Basis dieser „bizarren Gesänge“ quer über kontinentale Kulturgrenzen hinweg. Xu Fengxia aus Shanghai ist nach ihrem fulminanten Duoauftritt mit Gunda Gottschalk 2006 zum zweiten Mal Gast des Offene Ohren e.V.
Sie ist klassisch geschulte Musikerin auf traditionellen chinesischen Instrumenten wie der Wölb-Zither Guzheng oder der hierzulande selten gehörten Sanxian, einer kleinen, mit Schlangenhaut überzogenen Gitarre. Zusammen mit ihrem New Yorker Pendant Joe Fonda wirbelt sie Meditatives, Improvisiertes, Rockendes aus den Traditionen und hinauf in höchste Sphären.
Gleichwohl Joe Fondas Wurzeln im Jazz liegen, ist er auch als Produzent interdisziplinärer Performance-Ensembles aktiv.
Vervollständigt wird das Trio durch den seit 1977 in Amsterdam lebenden Kalifornier Michael Vatcher, der einen glasklaren Gegenpart bildet und dessen treibendes Schlagzeug unablässig weitere Klangabenteuer initiiert. Bekanntestes Beispiel für seinen unverwechselbaren Stil ist vielleicht die Jazz / Art Rock Gruppe 4Walls (mit Phil Minton, Luc Ex, Veryan Weston), der er seinen eigenen Stempel aufgedrückt hat.
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Jacques Demierre [Klavier]
Dorothea Schürch [Stimme und Singende Säge]
Urs Leimgruber [Saxofon]
Charlotte Hug [Viola]
Anne Gillot [Klarinette, Flöten]
Thomas Lehn [Analog Synthesizer]
SIX heißt das neueste Projekt des Schweizer Ausnahme-Saxofonisten Urs Leimgruber. Die Musik von SIX basiert auf freier Improvisation.
Im Einsatz von Saiten- und Blasinstrumenten, Stimmen und analogen Synthesizer-Klängen gelingt es den sechs (SIX!) MusikerInnen das akustische Potential des jeweiligen Konzertraumes innovativ zu benützen und zu enthüllen.
Es entwickeln sich - bedacht und einzigartig - räumliche Klangspuren, entsprechend den gegebenen energetischen, akustischen und architektonischen Voraussetzungen. Musik, Klänge, Geräusche und Stille entwickeln in einer Symbiose mit dem Raum eine ganz eigene Dynamik. Die Grenzen zwischen den Instrumenten, den Techniken und ihren Diziplinen werden aufgelöst.
In diese Kunst der Grenzüberschreitung wird der Zuhörer in seiner Hörwahrnehmung einbezogen. Er wird – bewußt oder unbewußt – zum Miterzeuger eines unvergleichbaren und einzigartigen Hörerlebnisses.
Urs Leimgruber zitiert zur Musik von SIX Cornelius Cardew: the natural context provides a score which the players are unconsciously interpreting in their playing. Not a score that is explicitly articulated in the music and hence of no further interest to the listener as is generally the case in traditional music, but one that coexists inseparably with the music, standing side by side with it and sustaining it“.
Der Auftritt von SIX wird unterstützt von der Schweizer Kulturstiftung
sowie von der Fondation Suisa
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Philip Zoubek [Klavier]
Paul Hubweber [Posaune]
Paul Hubweber und Philip Zoubek pflegen einen quicklebendigen Austausch von Ideen, mit sehr viel Freiheit und ziemlich unbeeinflusst von konzeptionellen und konventionellen Restriktionen. So beschrieb das Jazzatelier Ulrichsberg 2006 ihre Musik.
Mit Posaune und Piano ist Hub & Zub ein recht ungewöhnlich besetztes Duo, das seit 2004 im freien Dialog neue Klangwelten erforscht. Frisch, spritzig und ideenreich (Ö1 Club Kulturkalender).
Philip Zoubek ist Mitglied in verschiedenen Formationen in Köln, Wien, Zürich und Berlin. Als Komponist tritt Philip Zoubek derzeit mit seiner eigenen Formation 'Philz' mit Radek Stawarz (Violine) und Matthias Muche (Posaune) in Erscheinung. Auffallend ist seine Art, mit der Klangvielfalt des Klaviers umzugehen: Er beherrscht sowohl eine traditionelle, ideensprudelnde Tastenspielerei als auch den Umgang mit Präparationstechniken, die klanglich vom Geräuschhaften bis zu elektronisch wirkenden Sounds reichen.
Paul Hubweber ist vorwiegend im Improvisationsbereich tätig. Mit Musikern wie Claus van Bebber, Erhard Hirt und Paul Lytton, John Butcher, Markus Eichenberger und Jürgen Morgenstern haben sich Langzeitprojekte entwickelt. Aktuelle Ensembles sind zum Beispiel 'PaPaJo' mit Paul Lovens und John Edwards, das Duo 'Schnack' mit dem Elektroniker Ulrich Boettcher sowie das 'Domino Orchestra' von Markus Eichenberger.
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Phil Durrant [Laptop, Software Sampler]
Burkhard Beins [Percussion, Objekte]
Bertrand Denzler [Tenorsaxofon]
Disziplinierte und fokussierte Musik, der Sound von wirklich mitdenkenden und kommunizierenden Künstlern – konzentrierte Aufmerksamkeit ist essentiell lohnend! So charakterisiert Clive Bell im Musikmagazin The Wire das Zusammenspiel dieses im November 2004 entstandenen elektroakustischen Trios.
Phil Durrant, eigentlich Violinist, behandelt seinen Laptop wie ein akustisches Instrument, mit aller gebotenen Präzision. Bertrand Denzler ist neben seinem Spiel im Improvisationsquintet Hubbub mit unzähligen Innovatoren der europäischen Musikszene aktiv. Das Percussionspiel von Burkhard Beins kennt man aus Gruppen wie Perlonex, Phosphor oder Polwechsel.
Shortcut ist der Titel ihrer zweiten CD. Sie erscheint im Sommer 2008 auf dem Label Cathnor Recordings.
Besten Dank - Merci - an das Französische Kulturinstitut in München für die freundliche Unterstützung der beiden Juni-Konzerte!
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Pascal Gully & Alexandre Kittel
[Schlagzeug, Objekte, Laptop, Rhythm box, Sequencer, Keyboard]
Free Music Dynamique - der Name passt! Aber auch Free Music Dynamite wäre eine gute Beschreibung der Musik dieser beiden Musiker aus dem französischen Mulhouse: Eine hochenergetische Auseinandersetzung mit perkussiven und elektronischen Klängen.
Parallel zum etablierten Sommer-Festival Jazz à Mulhouse initiierte Alexandre Kittel sein genreübergreifendes Festival Plein les sens mit Musikern und Aktionskünstlern aus Tanz, Theater und Performance.
Pascal Gully´s Schlagzeug kann auf einigen Tonträgern des CD Labels von John Zorn nachgehört werden – der einzigen dort vertretenen französischen Gruppe! Zusammen spielten sie mit so bekannten Künstlern wie Ninh Le Quan, Harald Kimmig, Bertrand Gauguet.
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Tom Blancarte [Bass]
Peter Evans [Trompete]
Der Trompeter Peter Evans und der Bassist Tom Blancarte, beide aus New York, sind in einer Vielzahl musikalischer Projekte aktiv.
Bassist Tom Blancarte, ursprünglich aus Texas, zog nach seinem Universitätsabschluss nach New York, wo er in einer Vielzahl verschiedener Gruppen wie ad-hoc-Kombinationen junger Improvisatoren spielt, die allesamt größere Beachtung und Aufmerksamkeit verdienen – in den USA wie hier.
Der Bostoner Peter Evans, überrascht trotz seiner Jugend mit der Meisterschaft in unterschiedlichsten Stilrichtungen in seinen genauso schillernden Band-Besetzungen, von Kammermusik über free Bebop, Imaginary Folk bis zur Performancekunst.
Die beiden Musiker sind im Mai auf ihrer zweiten Europatournee auf diversen Festivals unterwegs. Die Offenen Ohren freuen sich ganz besonders, dass sich Sparks zwischen dem Belgrader Ring Ring Festival und dem bekannten Moers Festival einen Tag freigehalten haben, um bei uns und mit uns ihr Münchner Premierenkonzert zu geben.
Wir danken dem Amerikanischen Generalkonsulat hier in München für die freundliche Unterstützung dieses Ereignisses!
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Harald Lillmeyer [Gitarre und Elektronik]
Goh Lee Kwang [Elektronik Mixer-Feedback]
Margarita Holzbauer [Cello, Viola da Gamba]
Der Video- und Elektronik-Künstler Goh Lee Kwang aus Malaysia ist im Rahmen seiner Europatournee 2008 bei uns zu Gast in München. Solistisch wird er Grenzlandschaften zwischen meditativer Ruhe und Feedback-Sounds erkunden. Im Zusammenspiel mit den Münchner Improvisatoren Margarita Holzbauer und Harald Lillmeyer werden wir spannende Dialoge zwischen Elektronik-Mixer einerseits und akustischen Instrumenten wie Cello und Gitarre andererseits erleben können.
Einzigartige Klangerlebnisse sind vor dem unterschiedlichen Hintergrund der Beteiligten garantiert: Visual Art- und Installationskünstler trifft auf Improvisatoren mit klassischem und Avantgarde–Hintergrund.
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Konzerte 2007
Konzerte 2006
Konzerte 2005
Konzerte 2004